Es ist soweit – Sie sind schwanger! Eine spannende und aufregende Zeit steht Ihnen bevor.

Und natürlich haben Sie eine Menge Fragen, sind vielleicht sogar zum Teil etwas besorgt oder haben sich über Freunde bzw. im Internet Informationen eingeholt, zu denen Sie sich gerne beraten lassen wollen.

Wichtig: bringen Sie zum ersten Untersuchungstermin Ihren Impfpass mit.

Nicht vergessen: eine Schwangerschaft ist ein natürliches Ereignis, das wir allerdings in unserem Zeitalter hoch moderner Diagnostik durch eine Vielfalt von Untersuchungen intensiv begleiten können. Wie viel Sie davon nutzen möchten, müssen Sie zusammen mit Ihrem Partner entscheiden.

Die Mutterschaftsvorsorge sieht eine engmaschige Überwachung vor. Dazu gehören auch drei Ultraschalluntersuchungen (in der ca. 12., 20. und 30. Schwangerschaftswoche), die mögliche Störungen des Kindes bzw. Schwangerschaftsverlaufs aufdecken sollen.

Sinnvolle, die Routine überschreitende Ergänzungsuntersuchungen, werden wir mit Ihnen bei vorliegenden Risikofaktoren oder auf Wunsch gerne besprechen. Dazu gehören z.B. zusätzliche Ultraschalluntersuchungen, oder Verfahren zur Aufdeckung von  Chromosomenstörungen (Nackenfalten-Messung um die 13. SSW als individuelle Risikoberechnung, oder sicherer Nachweis oder Ausschluss von Chromosomenveränderungen durch eine Fruchtwasseruntersuchung um die 16. SSW).

Auch über den Stellenwert von Infektionskrankheiten in der Schwangerschaft werden wir reden. Dabei ist die Auffindung bestimmter Infektionen in den Mutterschaftsrichtlinien festgelegt (u.a. HiV, Chlamydien, Syphilis und Hepatitis B). Jedoch gibt es auch Infektionskrankheiten, deren Bestimmung in der Schwangerschaft nicht vorgesehen ist, aber durchaus sinnvoll sein kann. Hierbei handelt es sich um Toxoplasmose, Zytomegalie- und Ringelröteln-Virusinfektion sowie die Besiedlung mit B-Streptokokken der Scheide. Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite und können auf Wunsch entsprechende Zusatzuntersuchungen durchführen.

Auch nach der Schwangerschaft können Sie sich jederzeit an uns wenden, insbesondere bei Fragen zum Stillen, zur Verhütung, zur Rückbildung oder z.B. bei Still- oder Kontinenzproblemen. Sie sollten sich auf jeden Fall spätestens 8-11 Wochen nach der Entbindung zur Nachuntersuchung bei uns erneut vorstellen. Machen Sie dazu bitte direkt nach der Geburt einen Termin aus.